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Die Affen von Gibraltar

  

 

 

 

 

 

 

 

 


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02.06.2018, 20:17

Auf dem Weg nach Brest...

Aber Wrach nach Brest… Aber Wrach ist ein abenteuerlicher Hafen. Die Einfahrt nur ein paar Meter breit. Links ein Felsen unter Wasser, mit gelben Bojen gekennzeichnet, rechts gleich der Anlegesteg. Also die Hafenmeisterin mit dem Schlauchboot vorne weg und mir nen Platz gezeigt, wo ich rein soll.
Ich hoffe, die weiß was sie tut… Mein Schiff ist 14 Meter lang und hat 2 Meter Tiefgang. Die Kurve, die ich rückwärts damit fahren muss, ist geschätzt 240 Grad… Aber dank Bugstrahler krieg ich das gelassen hin. Die Nachbarn kennen wir schon aus Roscoff. Nette Franzosen – 2 ältere Ehepaare. Und der nächste ein Engländer mit einer ziemlich neuen Hanse. Der SEASALTER. Will auch in den Süden. Recht hat er.

Nächster Morgen – also heute – das gleiche Schauspiel vorwärts wieder raus. Hier grüßen alle freundlich. Sogar die Fischer. Unglaublich.

Heute geht es nach Brest. Ca. 40 Meilen, gegen einen sehr schwachen Wind. Segeln ist nicht drin. Atlantik – spiegelglatt. Nur ein wenig Dünung aus Nordwest. Sanft und gemütlich laufen die riesen Wellen unter der BEFANA durch. Ein langweiliger Tag heute. Jöns schiebt die BEFANA mit sechseinhalb Knoten durchs Wasser, über Grund laufen wir aber im Schnitt über 8,5 Strömung mit uns.

Brest ist nicht schön. Eine Industriestadt. Wir bekommen einen Liegeplatz in der Moulin Blanc Marina. Am Visitor Steg habe ich bei 3,90 Hochwasser zu der Uhrzeit etwa 3,80 Meter Wasser unterm Kiel, in der Seekarte steht 1,40 LAT. Hoffentlich reicht das und hoffentlich weiß auch dieser Hafenmeister, was er tut. Gesagt hab ich ihm über Funk, dass ich 2 Meter tief bin. Sven und Simone waren vorhin dort und haben festgestellt, dass da nur eine „Aushilfe“ sitzt.
Na dann…

Morgen ist Hafentag, Kochtag, Einkauftag, Besichtigungstag und Waschtag.
Tja – wir sind ja schließlich nicht zum Spaß da.

Sonst auf der BEFANA alles bestens. Wir sind im Zeitplan. Alles funktioniert hervorragend und mit Sven und Simone verstehe ich mich auch gut.
Basst… soagt der Öesterreicher…



Redakteur

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01.06.2018, 18:11

vorletzte Station vor der Biskaya

Perros-Guirec nach Roscoff. Die Hochwasser werden niedriger. Sprich – Hochwasserhöhen bei Springzeit nur noch so um die 6 Meter. Das macht die Sache einerseits natürlich entspannter, andererseits kann man auch nicht mehr überall reinfahren. Wir brauchen blaue Kartentiefen (wenn Ihr wisst, was ich meine)

Die Überfahrt nach Roscoff war eher unspektakulär. Leises Lüftchen, teils mit Maschine oder mit Segeln kommen wir dank der Strömung von hinten ganz gut voran. Um 15 Uhr sind wir bereits da. Neben uns 2 ältere Franzosen mit ner 38er Bavaria. Grüßen immer beim Vorbeigehen und wenn sie zurückkommen. Nettes Völkchen. Mal sehen wo die hin wollen. Begleiten sie uns doch schon ne Weile.

Abends fahren wir mit dem Taxi in die Stadt. Wenn man die Gassen und die Häuser so betrachtet, könnt man glauben D‘Artagnan kommt gleich mit seinem Degen aus einem der Häuser gesprungen und fordert einem zum Duell.
Wir gehen abends am Hafen essen und sind einigermaßen enttäuscht. Ich könnte dem Koch schon zeigen wie man eine Entenbrust richtig zubereitet. Aber dazu kommt es wohl nicht. Na ja is ja auch egal. Legen wir es ab unter der Rubrik: Erfahrungen.

Heute früh sind wir nach Arbe Wrach aufgebrochen. Leider den ganzen Tag Wind auf die Nase – also mit Maschine gefahren. 2 Spektakuläre Leuchttürme haben wir ganz aus der Nähe gesehen und auch die Felsen, warum die da stehen, die Leuchttürme. Sensationell, was da von Menschenhand vor ewigen Zeiten ins Meer gemauert wurde. Respekt, Respekt.
Wir sind in unserem vorletzten Hafen vor der Biskaya Überquerung angekommen. Morgen geht´s nach Brest, einmal durchatmen und Vorbereitungen treffen für die 3tägige Non-Stopp-Überquerung. Hoffen wir auf gute Winde und wenig Wellen…

Ich denke am Montag sollte das Wetterfenster passen, wenn nichts mehr dazwischen kommt.




Redakteur

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30.05.2018, 12:16

Vor dem Hafen- nix Wasser

Perros-Guirec, der erste Hafen, der tatsächlich nur bei absolutem Hochwasser erreichbar ist. Und das auch nur zur Spring- und Mittzeit. Bei Nippzeit bleibt das Gate 4 Tage geschlossen. Nicht rein und nicht raus…

Im Hafen ist dann genug Wasser für uns und andere. Es bleiben noch 30 – 40 cm unterm Kiel. Reicht ja bekanntlich die Hand breit…

Wie bisher immer – alle sehr freundlich. Wir bekommen einen Liegeplatz am Visitor-Quai und sind zufrieden. Abends gehen wir lecker essen. Muscheln auf bretonische Art, und Crêpes zum Nachtisch.

Die 40 Meilen gestern waren schon abwechslungsreich. Erst ein Stück mit Jöns, (unserem Volvo) getuckert. Dann gutes Segeln für 3 Stunden und dann natürlich mal wieder Wind direkt auf die Nase. War aber nur die letzten Meter.

Simone war von der Schockelei mit der Welle von hinten nicht ganz einverstanden und hat ein paarmal gespuckt. Aber abends hat das Essen schon wieder geschmeckt. Gut so.

Heute ist draußen Regen angesagt und so schauen wir uns mal das Städtchen hier an. Es gibt wohl einen Markt, auf dem man so einiges an bretonischen Leckerchen kaufen kann. Da geh ich jetzt mal hin.

Morgen früh geht’s weiter Richtung Brest. Aber erst mal nur bis Rosscoff. Der Hafen geht 24 Stunden und Sven und Simone kennen sich dort wohl aus.



Redakteur

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28.05.2018, 18:55

On the way

Heute Morgen ging´s endlich weiter. Wir wollen ja schließlich nicht auf den Kanalinseln bleiben. 07.00 Uhr klingelt der Wecker. Denn um 09.30 geht der Gate zu. Das heißt die Schwelle vom Hafen zum Vorhafen wird bei einem Wasserstand von 2,2 Meter einfach hydraulisch angehoben und dann steht auf der Anzeige 0,0. So bleibt bei Niedrigwasser noch genügend Tiefe im Hafen übrig.

Also haben wir uns gegen 09.00 auf die Socken gemacht. Ausgelaufen 3 Stunden nach Hochwasser. Erst zur Tanke und den Dieselvorrat wieder aufgefüllt. 100 Liter Diesel für 62 Pfund. Kann der Sprit bei uns nicht auch so billig sein?

Dann bei der Port-Control über Funk abgemeldet und raus aus Jersey.
Kompass nach Südwesten ausgerichtet und jetzt sind wir wieder in Frankreich. Saint Quay Portrieux heißt der Hafen. Sehr netter Hafenmeister.
Hilfsbereit, spricht fließend Englisch und hat gesagt, wenn das Hafenbüro um 18 Uhr schließt, kann er auch zum Schiff kommen kassieren. Wifi-Code und Zugangscode zu den Sanitäranlagen hatte er auch schon dabei. So schön kann´s sein.

Übrigens sind hier alle recht cool unterwegs. Wir werden sogar draußen von den Fischern gegrüßt. Unfassbar. Haben wir so noch nie erlebt.
Ansonsten alles in Butter aufem Kutter. Heut gibt´s wieder mal Gulasch vom Capitano gekocht. Da wird die Crew aber reinhauen… Die beiden S., meine Mitsegler sind sowieso immer am Essen. Morgens mittags abends immer am Futtern die zwei. Macht aber nix. Ich krieg ja auch immer was davon ab. HHmmm…

Redakteur

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26.05.2018, 20:08

Befana ist wieder manövrierfähig

Seit vorgestern bin ich wieder auf der BEFANA. Alles super. Ich fühl mich wohl auf meinem Schiff. Bin zu Hause. Gestern mit Freunden hier auf Jersey getroffen und wir sind mit dem Mietwagen mal ein bisschen über die Insel gefahren. Die haben echt klasse Strände hier. Alles ist sauber und aufgeräumt. Man sieht richtig, dass hier Kohle ist.

Heute früh sind Sven und Simone hier aufgeschlagen. Schon relativ früh hab ich Sie vom Hafen aus auf der anderen Seite gesehen. Sven hat das Schaltpanel für das Bugstrahlruder dabei – und ?

Eingebaut und geht. Da sachste nix mehr. An mir ist halt doch ein Ingenieur verloren gegangen. Hab ich doch den Übeltäter eindeutig entlarvt, nachdem ich das halbe Schiff auseinander genommen hab.
BEFANA ist jetzt wieder voll manövrierfähig.

Morgen bleiben wir noch hier in St. Helier auf Jersey , denn Simone und Sven wollen mit dem Bus fahren. Warum eigentlich hier? In Iwwero gibt´s doch aach en Bus… Spaß
Natürlich wollen sie sich die Insel angucken. Ich bleib mal hier und bewach das Boot.

Am Montag geht´s dann weiter Richtung Frankreich. Freu mich schon auf frisches Baguette und Käse und Weinchen. Einen kleinen Vorgeschmack auf die Franzosen sieht man ja auf dem Bild.. Jersey Cheese und Continental Cheese…



24.05.2018, 09:40

Zurück nach Jersey- zur BEFANA

Ich sitze im ICE nach Paris. Leider hab ich aufgrund einer technischen Störung den frühen ICE verpasst. Heute Abend will ich wieder auf der BEFANA sein. Auf Jersey. Da bin ich jetzt aber mal gespannt, wie mein Reisetag so verläuft. Sämtliche Widrigkeiten, die einem widerfahren können, streifen heute meinen Tag.
Erst die 18 minütiger Verspätung des Regionalzuges und dann noch der Eisenbahner Streik in Frankreich. Aber ich bin zuversichtlich, dass ich das hinbekomme. Man wächst ja schließlich mit seinen Aufgaben.

Eigentlich ist Zugfahren ja vollkommen entspannt, wenn alles klappt. Man kann Kaffee trinken, sich die vorbeiziehende Landschaft ansehen und natürlich im PC rumtickern.

Sven und Simone reisen morgen. Hoffentlich klappt bei denen alles besser. Hoffentlich kommt heute noch mein heiß ersehntes Ersatzteil für das Bugstrahlruder. Hatten die mir auch versprochen, dass es gestern kommen sollte. Nix ist passiert. Wenn das Teil heute noch mit DHL kommt, könnten die beiden es mitbringen und die BEFANA wäre wieder voll manövrierfähig.
Aber ich bin ja Berufspirat. Und so kriege ich auch die An- und Ableger ohne das Teil hin. Aber bequemer wäre es.

Meine Freunde, die schon auf Jersey sind, möchte ich heute Abend noch treffen. Wenn alles klappt, bin ich um 19 Uhr auf der Insel. Schön wärs.

Morgen ist dann Wasch- und Putztag aufem Kutter. Einkäufe stehen an und so wird das morgen bestimmt auch ein 8 Stunden Arbeitstag. Aber ist ja alles freiwillig.

Samstag noch ein paar Vorbereitungen und Besprechungen und dann geht es Richtung Brest. Das Wetter soll ja ganz gut werden.

Redakteur

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21.05.2018, 17:37

Rückreise Jersey-Frankfurt

Heimflug gestern – eine mittlere Katastrophe. British Airlines lässt uns um 07.30 Uhr einchecken. Alles gut soweit. Auf der Anzeige steht: Fluginformationen für den Flug nach London (Zwischenstation)
Erfolgt gegen 09.30 Uhr. Was, Denk ich? Der Flieger soll doch um 09.10 starten.
Wir warten.

Gegen 09.30 springt die Anzeige um: „canceled“. Na super!
Wir fragen am Schalter nach… keine Antwort. Nur: „wir kümmern uns drum und sagen Ihnen Bescheid…“

Wir warten. Schauen selbst nach Ersatzflügen. Warten, warten, warten…
Wir fragen mehrmals nach. Nix passiert und langsam werden wir nervös.
Mittlerweile ist es schon 12.30 Uhr. Die wollen uns auf morgen verschieben.
Ratlosigkeit. Wir versuchen immer noch Ersatzflüge zu finden. Lufthansa von London nach Frankfurt ja, aber Jersey – London nix zu kriegen.

Jetzt reicht’s… es ist mittlerweile 13.15 und ich geh nochmal zum Schalter. Vielleicht sieht man an meiner Gesichtsfarbe, dass ich sauer bin. Ich mach den Typen jetzt rund. Sage ihm, dass das teuer für BA wird, weil wir alle am Montag zur Arbeit müssen. Jetzt kümmert er sich… und findet prompt einen Ersatzflug. Zwar über Dublin – aber er bucht. Und ne halbe Stunde später sitzen wir im Flieger. Da ham se aber Glück jehabt. Dennoch werden wir versuchen BA noch ein bisschen zu ärgern.

Zu guter Letzt haben die mir bei er Sicherheitskontrolle noch Barbaras Adernendhülsenzange abgenommen. Die spinnen ja. Hätte ich notfalls lediglich dem Flugkapitän einen Zahn mit ziehen können. So ein Ärger…

Donnerstag will ich Zug fahren… und? Die Franzosen streiken am Donnerstag.
Na jetzt hab ich ja Übung mit verzögerten Reisezeiten.

Redakteur

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19.05.2018, 18:59

Jersey erreicht

Eine Woche nix von mir gehört? Richtig. Denn es war viel los und ich hatte wenig Zeit die letzte Woche. Crewwechsel am Samstag, Wäsche waschen und so weiter. Dann entweder kein Internet oder keine Zeit…

Aber der Reihe nach:
Montag sind wir aus Southampton ausgelaufen. 24 Stunden möglich trotz der Tide von 6 Metern. Schöner Segeltag bei schönem Wetter, aber es ist kalt unterwegs. Meine beiden neuen Mitsegler und Stephan haben gute Laune, wie es scheint. Erster Wegpunkt abends: Yarmouth. Schöner Hafen mit guter Infrastruktur. Nette Engländer, die einem bei allem möglichen hilfsbereit zur Seite stehen. Die Gezeiten werden immer höher, je weiter wir nach Westen kommen.
2. Wegpunkt nächster Tag: Weymouth. Wir segeln jetzt schon auf dem 2. Längengrad West. Dieser Hafen ist nich so schön. Langer, langer Steg bis zum Restaurant, wir liegen ganz an der Einfahrt zum Hafenbecken und jeder Fischer, der vorbei fährt hinterlässt einen ordentlichen Schwell. Aber der Schwell sollte noch nicht das Maß der Dinge sein. Es kommt dicker…
Nächster Tag, drittes Ziel: Alderney. Die Überfahrt bei weit über 20 kn Wind, kalt, es regnet zeitweise und meinen beiden Neulingen scheint es nicht gut zu gehen. Sie frieren, können aber auch nicht runter, was holen. Ich biete es an, aber sie lehnen ab. Is schon klar – ne? Seekrankheit macht sich breit. Nicht so schlimm wie bei meiner Süßen, aber sie ist da. Na da kann ich auch nicht mehr helfen. Alderney hat keinen richtigen Hafen. Nur ein Bojenfeld hinter einer 10 Meter hohen Mauer. Nach Nordosten ist der Hafen offen. Und wo kommt der Wind her? Klaro. Ich kaufe morgens noch die drei Inselflaggen. Etikette muss schließlich gewahrt werden.
Die Nacht ist grausam. Wind um die 20 Knoten aus Nordost, Schwell wie Sau im Hafenbecken und die Schiffe tanzen an den Bojen Lambada. Morgens um hal 5 muss ich doch mal nach den Leinen sehen, es ruckt immer mal wieder ganz ordentlich unter meiner Koje. Draußen bei mir alles okay.
Ein Nachbar, ein Engländer turnt auf seiner kleinen 28er auf dem Vorschiff rum und will Leinen verkürzen. Da geht der fasst in die Fluten, weil er das Gleichgewicht bei dem Getanze nicht halten kann. Mann, das war knapp.
Wir warten auf besseres Wetter und auf schwächeren Wind, denn draußen vorm Hafen türmen sich unheimliche Freakwaves auf. Da muss ich jetzt auch nicht durch. Es wird gegen 12 Uhr besser.
Starten wir zum 4. Zielpunkt: Guernsey.
Dieser herrliche Segeltag macht die letzte Nacht wieder vergessen. Abends gehen wir gut essen und alle sind irgendwie erleichtert, dass es vorbei ist mit der Schaukelei.
Am letzten Segeltag. Auf dem Weg nach Jersey. Raus aus Guernsey sehen wir noch Delfine und freuen uns über ihr schönes Spiel im Wasser. Große Tümmler, bestimmt über 2 Meter lang. Mindestens 5 – 6 Stück spielen mit den Bugwellen eines vorbeifahrenden Motorbootes. Schönes Schauspiel.
Super Segeltag mit halbem Wind bis vor den Hafen von Jersey. So muss das sein. Die Hafeneinfahrt ist gespickt von kleinen Felsen und wir müssen gut aufpassen, wo wir lang fahren. Aber es geht ganz gut. Warten am Visitor-Steg auf das Hochwasser. Wir liegen im 6er Päckchen und schauen alle gebannt auf die Anzeige und die Ampel. Tidenhub hier: über 11 Meter. Bei einem Wasserstand von 7 Meter über Kartennull können wir rein. Stufe ist 4,20 Meter hoch. Jersey ist das Paradies. Billige Zigaretten, noch billigerer Rum und der Diesel kostet unter 50 Cent. Schaden, dass der Tank nicht ganz leer ist.

Morgen früh geht’s erst mal wieder für 4 Tage nach Hause. Am Donnerstag bin ich wieder hier. Dann kommen ein paar Freunde vorbei und am Samstag drauf wieder Sven und Simone. Wir sind voll im Zeitplan. Ich bin begeistert.


12.05.2018, 22:38

3. Etappenziel Southampton

Der Weg von Portsmouth nach Southampton sieht auf der Seekarte gar nicht so weit aus. Dennoch haben wir am Abend 30 Meilen auf der Logge. Guck mal an… Es geht durch betonnte Fahrwasser, um Untiefen herum und wir müssen den großen mal wieder die Vorfahrt gewähren. Aber wir können segeln. 5 Stunden ohne Motor und wir kommen unter Segeln fast bis vor die Tankstelle.
Das ist doch was, oder? Elli freut sich. Bei 18 – 22 kn achterlichem Wind rauschen wir mit 6 – 7 Knoten über den Teich.

In Southampton angekommen. 3. Etappenziel ohne nennenswerte Schäden erreicht. Das Bugstrahlruder hab ich auch wieder hin bekommen. Aber ein neuer Joystick-Schalter muss her. Die rufen ja tatsächlich über 200 Euro für so ein Teil auf. Die spinnen doch. Da is nix dran…

Hier in der Marina ist der Service wieder mal gigantisch. Nachdem Elli heute sehr früh abgereist ist, hab ich heute Waschtag. Bettwäsche und meine Klamotten. 2 Maschinen und 2 x Trockner. Ich frag den Hafencapitano wo denn die Waschgelegenheit ist. Sagt er doch zu mir: „Wenn ich meine Zigarette geraucht habe, bring ich Dich hin“. Ich gespannt, wo hin nu? Und wie?

Da fährt der mich doch tatsächlich mit einem Dieselkahn quer durch die Marina bis vor den Waschsalon. Das wäre zu Fuß bestimmt 1,5 km gewesen. Mit dem Boot 3 Minuten. Ich will ihm dafür ein Trinkgeld geben, aber er sagt, das gehört hier zum Service. Ich fass es nicht. Und das beste… ich soll ihn anrufen, wenn ich fertig bin und dann holt er mich wieder ab. Der bringt mich tatsächlich mit meinen 3 Klamottentaschen und meinen Einkäufen bis an die BEFANA. Das gibt´s doch nicht. Meine Seele hüpft im Dreieck und mein Knie dankt es ihm auch.
Soll mal einer was über die Engländer sagen.


10.05.2018, 16:40

Brighton nach Portsmouth

Wir liegen in Portsmouth. Southsea Marina. Hört sich gut an, nicht wahr? Na ja… sind gestern Abend ziemlich erschöpft hier angekommen. Logge zeigt 49,5 eilen. Und das in 8 Stunden nicht gerade Rekordzeit. Aber wir konnten immerhin 4 Stunden Segeln. Nur die Strömung von fast zwei Knoten war gegen uns. Also doch ein ganz guter Schnitt.

Die Southsea Marina ist wie alle Premier Marinas in einem hervorragenden sauberen Zustand. Alles pikobello… Aber die Einfahrt hier rein ist schon abenteuerlich. Geht nur HW – 2 oder +1 Stunde. Sonst laufen die hier trocken. Im Hafenbecken Wassertiefen bei NW von 2 Metern. Mein Tiefgang 2,00 Meter. Anzeige zeigt 0,0… Wir sitzen quasi auf.

Als wir in der Approach waren gestern Abend haben wohl alle anderen einheimischen Segler hier das Hochwasser genutzt, um raus zu fahren. Wenigstens mal drei Stunden segeln, dachten sie. Und so war da draußen ein Gewimmel an Jollen, großen Seglern, Trimarane und Kats…. Kreuz und quer sind die da rumgeflitzt, wie die Ameisen. Ich mit meinen 2 Metern Tiefgang konnte nicht immer so ausweichen wie ich wollte. Komische Situation. Und dann direkt vor dem engen Einfahrtkanal ein riesen Bojenfeld mit Motorbooten der Einheimischen. Im Slalom durch und dann den Kanal entlang mit einer Gesamtbreite von, sagen wir mal 7 Metern? Spannend.

Die Hafeneinfahrt selbst – 2 Mauern rechts und links, 4 Meter hoch mit einer Durchfahrt von ca. 6 Metern. Und gleich dahinter muss man einen Bogen fahren. War ich froh, als wir drin waren. Liegeplatz für Yachten bis 10 Meter. Ich hab 14 und mein Hintern guckt 4 Meter in das Fahrwasser. Aber die Insulaner hier sind alle tiefenentspannt. Jeder grüßt freundlich.

Der Hafenmeister kommt mit Schwimmweste persönlich an den Steg, bringt Infomaterial und die Chips für die Duschen und wünscht uns einen schönen Aufenthalt.
Griechen, Kroaten, Franzosen und Italiener… da könnt Ihr Euch ne Scheibe abschneiden.
Ansonsten alles gut. Heute Hafentag wegen Reparaturen und Starkwind und morgen geht´s zum Etappenziel Southampton. Bin gespannt.

Redakteur

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